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Kinderklamotten mit gutem Gewissen

Die 5 coolsten, nachhaltigen Kindermodelabels

Mini trägt zu locker 90% die Kleidung des Großen auf (von der auch schon ein Teil aus zweiter Hand stammte), aber der eine ist nun mal ein Herbst- und der andere ein Frühlingskind. Manchmal hab ich T-Shirts in der aktuellen Konfektionsgröße im Schrank, aber keinen Pulli. Ich komme also nicht drum herum, Kleidung zu kaufen.
Nachdem ich nun schon seit ein paar Monaten auch für mich immer zuerst Second Hand schaue, wenn ich ein neues Kleidungsstück brauche oder auch möchte, beschäftige ich mich generell intensiver mit nachhaltiger Kleidung, recherchiere dazu und stoße immer wieder auf Label für Erwachsene, die sich der Sache annehmen und wirklich etwas verändern wollen.
Da kam irgendwann der ganz logische Schluss, mich auch bei Kindermode umzuschauen und irgendwie liefen mir dabei eher gefilzte Wollsachen oder quietschbunte Musselinstoffe,  genähte Unikate, Pumpmitwachshosen über den Weg, die von Musterwahnsinn überladen waren.
Nichts gegen gefilzte Wollsachen oder Musselinstoffe – lieb ich auch; ihr wisst aber sicher alle, was ich meine, wenn ich von überladenem Musterwahnsinn spreche. 🙂
Es musste doch auch coole, nachhaltige Kindermode geben?!
Et voilà, ich fand sie.
Hier also meine 5 Lieblingslabel, wenn es um schicke und nachhaltige Kinderkleidung geht.

Manitober

Mit Manitober bin ich das erste Mal richtig bewusst auf ökologische Kinderklamotten gestoßen, die mir zeitgleich so unglaublich gut gefallen haben, dass ich innerhalb weniger Minuten Kontakt zu Marcus, dem Gründer des Labels aufgenommen hatte.
Marcus lebt mit seiner Familie in Hamburg. Ihm ist es ein besonderes Anliegen coole Klamotten, mit sehr hohem ethischen und ökologischen Anspruch, ganz weit entfernt von den typischen Fast Fashion Kindermodelabel zu produzieren. On Top sind die Kleidungsstücke auch noch frei von jeglichen Gendernormen.
Alle Kleidungsstücke sind qualitativ mega hochwertig. Die Walkstoffe sind dichter und robuster als bei anderen Herstellern, die Shirts sind aus fester Baumwolle und bekommen keine Drehnähte (es gibt kaum etwas, das mich mehr nervt). Die Pullover sind weich und flauschig.
Was Manitober nun noch besonders einzigartig macht ist das Rücknahmesystem. Hat ein von euch erworbenes Kleidungsstück von Manitober ausgedient, dann könnt ihr es zurückschicken. Es wird begutachtet und je nachdem in welchem Zustand es sich befindet, gibt es Cashback für euch.
Das Kleidungsstück wird anschließend gereinigt, wenn nötig geflickt und aufbereitet, sodass es im Shop wieder angeboten werden kann. Ist das nicht mehr möglich, so wird es komplett recycelt. Ich finds großartig!
Good to know: Die schönen Walkjacken sowie die Blockfarbenpullis gibt es neuerdings auch für Erwachsene. Yeai!
Wenn du angefixt und genau so begeistert bist, kannst du mit dem Code SP201908PHINE gleich 15% bei deiner Bestellung sparen.

Orbasics

Wer nun schon ein paar farbenfrohe Teile hat, der darf sich bei Orbasics auf dezente, einfarbige Basics aus Biobaumwolle freuen.
Orbasics ist ein kleines Berliner Label, dessen Gründerin Lilja darauf bedacht ist, den ökologischen Fußabdruck für ihre Klamotten so klein wie möglich zu halten. Hier wird nicht auf Masse produziert und so kann es schon einmal vorkommen, dass einige Kleidungsstücke ausverkauft sind. Schade, aber richtig so!
Dazu sind die Sachen wirklich so unglaublich weich und kuschlig. Ich bin ernsthaft neidisch, dass es die Stücke nur in Kindergrößen gibt.
Die genderneutralen Basics sind also gleich doppelt gut; für die Umwelt und für die Zwerge.
Wenn ihr euch eure Lieblingsstücke ausgewählt habt, so kommen diese in umweltfreundlicher Verpackung zu euch, nachdem sie fair und ökologisch in Europa produziert wurden. Daumen hoch!

New Kids in the Hood

New Kids in the Hood ist ein 100% nachhaltiges Label, das sich momentan auf die Herstellung von Kindercaps spezialisiert hat.
Was sie so ganz besonders macht und von einigen Eco-Labels abhebt ist, dass die verwendeten Stoffe komplett recycelt sind.
Es werden also gebrauchte Stoffe, die sonst im Müll landen würden, genutzt, um coole, stylische Caps daraus zu nähen. Upcycling at it’s best.
Sie entwerfen hierfür bunte, kreative Designs entworfen, was ihnen verdammt gut gelingt.
Die beiden GründerInnen Sarah und Florian wollen mit ihren Caps ein ganz klares Zeichen gegen Fast Fashion setzen. Aus diesem Grunde werden auch alle Produkte in Deutschland in Handarbeit genäht.
Auch bei New Kids in the Hood gilt, wenn alle, dann alle.
Meine Jungs lieben die Caps und trugen schon den ganzen Sommer über nichts anderes mehr.

Wildling Schuhe

Von Wildlingen hatte ich schon gehört, bevor ich selbst richtig aufmerksam auf sie wurde und mich mit dem Thema Nachhaltigkeit bei Kindermode beschäftigte.
Immer wieder begegneten mir Kinder und auch Erwachsene mit diesen außergewöhnlich designten Schuhen, also wurde ich neugierig, guckte mich im Netz um und wurde angefixt, von der Idee, meinen Kindern das Gefühl des Barfußlaufens zu geben.
Dass es für die laufenden Minis am besten ist, barfuß zu laufen ist kein Geheimnis und ich habe wirklich immer darauf geachtet, dass die Sohlen ihrer Schuhe möglichst weich sind. Dass es aber einen so deutlichen Unterschied zwischen gängigen Kinderschuhen und den Barfußschuhen von Wildlinge gibt, beeindruckt mich nachhaltig.
Die Geschichte hinter den Schuhen ist ebenso spannend wie jedes ihrer einzelnen Schuhwerke. Die Kinder des Gründerpaares Anna und Ran wuchsen anfangs barfuß auf. Sie weigerten sich strikt, diese typischen festen und beengenden Schuhe zu tragen, die es bis dato im Handel gab, also schafften ihre Eltern kurzerhand selbst eine Alternative.
Bei der Herstellung von Wildlingen werden hauptsächlich reine Naturstoffe und Pflanzenfasern in Bio-Qualität verwendet.
Die Schuhe werden unter fairen Bedingungen in Portugal produziert und machen auf mich einen robusten Eindruck, trotz der sehr biegsamen Sohle.
Somit ist das nachhaltige Outfit auch von Kopf bis Fuß komplett.
Jetzt, wo es kühler wird, kann auch Mini seine Wildlinge tragen. Er liebt sie seit dem ersten Tragen. Er hüpft, springt und flitzt, als gäbe es kein Halten mehr.
Ich bin tatsächlich auch begeistert. Zu Anfang war ich skeptisch, aber mittlerweile fühle ich mich selbst so wohl in den Barfußschuhen, dass ich fast ein wenig traurig bin, nur ein Sommermodell zu haben. Mit Wildlingen könnt ihr nämlich alle Familienmitglieder ausstatten und das auch zu jeder Jahreszeit.
Nice to know: Wildlinge gibt es auch in vegan. Die grünen von Mini (Modell: Erpel) sind es zum Beispiel, sie sind anstelle von Wolle mit Hanf- und Flachsvlies gefüttert.

Reima

Last but not least die coolste Outdoormarke auf dem Platz:
Reima ist ein cooles, finnisches Outdoorlabel, wo man von Funktionsunterwäsche, über Regenkleidung bis hinzu Winterstiefeln alles finden kann.
„Reima Bekleidung und Schuhe wurden für eine lange Lebensdauer konzipiert.“, steht auf der Website und bisher habe ich auch genau diesen Eindruck.
Die weltweit führende Marke für funktionale Kinderkleidung achtet auf Nachhaltigkeit und hat sich seit 1944 stetig weiterentwickelt.
Reima hieß damals noch Kankama Oy und tat sich mit ein paar finnischen Textilbetrieben zusammen, um zeitgemäße Stoffe zu entwickeln, die pflegereicht und robust waren. 
Sie schreiben sich also schon seit einigen Jahren auf die Fahne, besonders robuste Kleidung herzustellen, die dadurch langlebig und haltbar ist. Kein Reimaprodukt muss nur von einem Kind getragen werden. Das sieht man sofort, wenn man bei einschlägigen An- und Verkaufonlineportalen mal nach Reimakleidung sucht.
Die Materialien sind sehr gut verarbeitet, die Nähte fest versiegelt. Sollte doch mal etwas kaputt gehen, kann und solltet ihr euch unbedingt an den Kundenservice wenden, der euch Flickmaterialien zu Verfügung stellt, falls doch mal etwas kaputt gehen sollte. Flicken statt wegwerfen und neu kaufen! Daumen hoch.
Einige Kleidungsstücke sind sogar komplett aus recyceltem Material.
Auf den Transportwegen verzichtet Reima auf unnötiges Verpackungsmaterial und ist arbeitet stetig daran, den Materialverlust bei der Produktion neuer Kleidungsstücke so gering wie möglich zu halten.
Ein oder zwei Scheibchen kann sich Reima auch noch bei den bereits oben genannten Marken abschneiden, aber der Weg ist geebnet. 🙂

Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung.

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